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Mittwoch, Januar 21, 2009

China seltsam #139: Anti-Pornografie-Kampagne

Die aktuelle Anti-Pornografie-Kampagne der chinesischen Regierung treibt seltsame Blüten: Nicht nur, dass aktuell schon 1.250 Websites wegen Pornografieverdachts und "vulgärem Content" nicht mehr erreichbar sind, jetzt geraten auch SMS in den Fokus der Regulierungswütigen. Abgesehen haben es ganze sieben Regierungsabteilungen auf über Handys verbreitete "lewd messages", Kurznachrichten also, die lüstern, schmutzig, liederlich, unzüchtig, anzüglich, anstößig oder in irgendeiner Weise unanständig sind. Die werden dann - ja was eigentlich? Gesammelt? Was macht man mit einem Haufen versauter SMS?

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden 41 Menschen wegen Verbreitung von Pornografie im Netz festgenommen - was blüht eigentlich Leuten, die anzügliche SMS verschicken? In einem Land, in dem Mann sich aus Statusgründen neben der Ehefrau offiziell eine Freundin hält und Massagesalons und andere Etablissements sehr eindeutig zeigen, was hier so vehement verboten werden soll?

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