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Samstag, Januar 03, 2009

China seltsam #133: Laba-Fest

Was tun wenn das so China-untypische Weihnachten vorbei ist, das so China-typische Frühlingsfest noch nicht angefangen hat und man Lust auf Feiern hat? Ganz einfach: Dann gibt es das Laba-Fest. Mit ihm schließt man das alte Jahr ab und es läutet das alljährliche Frühlingsfest ein, das ungefähr so wichtig wie Weihnachten und Silvester zusammen für uns ist.

Nach dem Chinesischen Mondkalender liegt das Laba-Fest am achten Tag des zwölften Mond-Monats - daher auch der Name Laba, wörtlich übersetzt 12-8. Dieses Jahr fiel das Laba-Fest auf den 3. Januar. Zu früherer Zeit feierte man es praktisch als Fest zum Winterende und als eine Art Erntedankfest, an dem man den Göttern für das fruchtbare, erfolgreiche letzte Jahr dankte. Natürlich ranken sich auch unzählige Sagen und Erzählungen um das Laba-Fest, die meisten von Ihnen haben einen buddhistischen Ursprung. Unstrittig ist, dass die Ursprünge des Laba-Fests mehr als 1000 Jahre zurück reichen. Heute gilt das Laba-Fest vor allem als Zeichen dafür, dass das Frühlingsfest vor der Tür steht.

Typisch für das Laba-Fest ist der Laba-Brei: In Städten wie Shanghai oder Beijing stehen die Leute schon früh am Morgen Schlange vor Restaurants und Malls, um dort eine Portion Laba-Brei zu ergattern. Andere pilgern zu Klöstern um sich dort eine Portion zu sichern. Für viele bedeutet das Essen des Breis den endgültigen Abschluss des letzten Jahres. Übrigens: Der Brei besteht aus acht Haupt- und acht Nebenzutaten, ursprünglich kam alles hinein, was man noch an Vorräten aus dem alten Jahr hatte. Heute ist der Laba-Brei ein leckerer Mix aus verschiedensten Getreidesorten und Hülsenfrüchten, angereichert mit Nüssen, getrockneten Früchten und sogar Blüten.

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